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Chronik des Marktes Roßbach
im Bezirk Asch
Historie erster Teil, Pfarrgemeinde,
Wirtschaft und Gewerbe, Vereinswesen,
öffentliche Einrichtungen, Künstler
und Persönlichkeiten, letztes Kapitel
der Geschichte
Der Historie erster Teil
Roßbach
liegt im Dreiländereck Bayern - Böhmen - Sachsen. Der Ort gilt
als eine der ältesten Siedlungen des Ascher Ländchens. Mit 4.155
rein deutschen Einwohnern (lt. Volkszählung 1939) in über 800
Anwesen und einer Bodenfläche von 1.136 ha. ist Roßbach nach
Asch die zweitgrößte Gemeinde im Landkreis. Über Herkunft
und Entstehung des Ortsnamens wurde schon viel gerätselt. Eine endgültige
und sichere Namensdeutung ist nicht möglich. Das Gemeindewappen zeigt
ein "Roß am Bach". Auch in der Schule wurde der Ortsname
so erklärt. Dies wäre aber eine zu einfache Deutung. Die Mundart
ist ähnlich der des oberpfälzischen Stiftlandes und des Egerlandes.
Bereits zwischen Roßbach und Asch ergeben sich sprachliche Verschiedenheiten.
Paradebeispiel ist das Wort "schon". In Roßbach wird es
"schu" und in Asch "scha" gesprochen. Roßbach
entstand aus mehreren, oft weit auseinandergezogenen Ortsteilen, Weilern
und Einschichten. Die wichtigsten sind: Oberdorf, Neustadt, Einöde,
Finke, Schmalzgrube, Meierhof, Neue Welt, Galgendorf, Pfannenstiel, Ziegelhütte,
Bahnelbrück und Alte Grün.
Die
politische und kirchliche Entwicklung sind in Roßbach eng miteinander
verknüpft. Bereits im 8./9. Jahrhundert ist die Entstehung einer
Kapelle mit dem fränkischen Martins Patrozinium wahrscheinlich. Ende
des 14. Jahrhunderts erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des
auf Reichsland gelegenen Waldhufendorfes. Bis ins 15. Jahrhundert war
St. Martin eine Filialkirche von St. Ägidien in Regnitzlosau. Die
gemeinsame Mutterkirche war die Lorenzkirche in Hof. Mit der Eingliederung
Roßbachs in die Herrschaft derer v. Zedtwitz auf Neuberg erfolgte
auch die kirchliche Loslösung von Regnitzlosau. Die Hussitenkriege,
der 30jährige und der 7jährige Krieg gingen über den Ort
hinweg. Die Bewohner erlitten viel Drangsal und Not. 1775 wurde die "Reichsfreie
adelige Herrschaft Ascha" durch Kaiserin Maria-Theresia von Österreich
in das Königreich Böhmen bzw. die österreichisch-ungarische
Monarchie eingegliedert. Das Revolutionsjahr 1848 brachte die Befreiung
des Bauernstandes aus Jahrhunderte langer Leibeigenschaft. Am 17.10.1850
fand die Vereidigung des ersten Bürgermeisters sowie der Gemeinderäte
statt. Am 18.6.1881 erfolgte die Erhebung zur Marktgemeinde.
Historie erster Teil, Pfarrgemeinde,
Wirtschaft und Gewerbe, Vereinswesen,
öffentliche Einrichtungen, Künstler
und Persönlichkeiten, letztes Kapitel
der Geschichte
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